Checkliste

Ausbildungsbeginn

Bevor es mit deiner Ausbildung losgehen kann, musst du einige Vorbereitungen treffen. Wir helfen dir dabei und zeigen in unserer Azubi-Checkliste, woran du denken musst, damit du beim Ausbildungsbeginn sofort voll durchstarten kannst.
Mit dem Start deiner Ausbildung beginnt für dich eine neue Lebensphase. Richtig vorbereitet musst du dir keine Sorgen darum machen, wie du dein Gehalt bekommst und was passiert, wenn du einmal krank bist. Dein Arbeitgeber wird zum Beginn deiner Ausbildung einige Formulare und Bescheinigungen von dir haben wollen. Die Informationen über dich werden in deiner Personalakte abgelegt. Wenn du an diese Dinge denkst, bist du optimal vorbereitet:

1. Girokonto einrichten

Falls du nicht schon ein eigenes Konto hast, ist spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen, eines einzurichten. Denn ohne Konto, kann dir dein Arbeitsgeber kein Gehalt überweisen. Grundsätzlich kannst du bei jeder Bank ein Girokonto beantragen. Wenn du etwas Geld sparen willst, dann achte darauf, dass du keine Kontoführungsgebühr bezahlen musst. Für Auszubildende haben einige Banken Sonderkonditionen. Am besten lässt du dich bei einer oder mehreren Banken in deiner Nähe beraten.

2. Eigene Krankenversicherung

Mit dem Beginn deiner Ausbildung endet die Familienversicherung deiner Eltern und du musst dich selber bei einer Krankenkasse versichern. Dies ist in Deutschland Pflicht. Du kannst dir aber aussuchen, bei welcher Kasse du Mitglied sein möchtest. Alle gesetzlichen Krankenkassen versichern dich mit den wichtigsten Leistungen und du brauchst dir im Krankheitsfall keine Sorgen machen. Trotzdem kann sich ein Vergleich lohnen, denn die Beiträge sind leicht unterschiedlich und die Kassen bieten verschiedene Zusatztarife und unterstützende Leistungen an. Wenn du dich bei einer neuen Krankenkasse angemeldet hast, fordere am besten gleich eine Bescheinigung über deine Mitgliedschaft an. Diese wirst du für deinen neuen Arbeitgeber benötigen.

3. Sozialversicherungsnachweis

Mit dem Beginn deiner Ausbildung bist du sozialversicherungspflichtig. Das bedeutet, dass du von deinem Gehalt einen Beitrag in die gesetzlichen Kranken-, Pflege, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherungen einzahlen musst. Deinen Sozialversicherungsausweis und die Sozialversicherungsnummer beantragt in der Regel dein Arbeitgeber, sobald du ihm deine Krankenkassenbescheinigung ausgehändigt hast. Diese wird beim Rentenversicherer alle nötigen Unterlagen anfragen und deinem Ausbildungsbetrieb zukommen lassen. Du brauchst dich darum also nicht zu kümmern. Trotzdem ist es wichtig, dass du über deine Sozialversicherungspflicht informiert bist.

4. Elektronische Lohnsteuerkarte

Vielleicht haben dir deine Eltern von der elektronischen Lohnsteuerkarte erzählt, die sie in Papierform zum eigenen Ausbildungsbeginn besaßen. Diese Karte gibt es nicht mehr, denn das Lohnsteuerverfahren wird heute elektronisch abgewickelt. Damit dein Arbeitgeber dich beim zuständigen Finanzamt anmelden kann, benötigt er von dir deine Steueridentifikationsnummer. Die hast du schon vor einiger Zeit per Post zugeschickt bekommen. Frag deine Eltern, sie haben sie wahrscheinlich für dich aufbewahrt. Ist das nicht der Fall oder sollte sie verloren gegangen sein, könnt ihr die Steueridentifikationsnummer beim Bundeszentralamt für Steuern anfordern.

5. Sonstige Nachweise

Wenn du bei Ausbildungsbeginn jünger als 18 Jahre alt bist, dann benötigst du eine Gesundheitsbescheinigung. Damit weist du deinem Ausbilder nach, dass du für den Job gesundheitlich geeignet bist. Diese Bescheinigung kann dein Hausarzt, das Gesundheitsamt oder der Betriebsarzt deines neuen Arbeitgebers ausstellen.

Außerdem solltest du dir von deiner Schule eine Schulzeitbescheinigung geben lassen. Das ist vor allem dann erforderlich, wenn du nach dem 17. Lebensjahr noch zur Schule gegangen bist. Die Schulzeitbescheinigung benötigst du für die Berechnung deiner späteren Rente. Bis dahin ist zwar noch etwas Zeit, aber du wirst dich später darüber freuen.

6. IHK Formulare

Sobald du dich mit deiner Ausbildung beschäftigst, wirst du wahrscheinlich auf die IHK aufmerksam werden. IHK steht für Industrie- und Handelskammern. Sie sind berufsständige Körperschaften des öffentlichen Rechts. In ihnen sind die Unternehmen aus einer Region organisiert. Die IHK übernimmt die Selbstverwaltung der regionalen Wirtschaft und ist damit auch für die Ausbildung der Mitgliedsbetriebe zuständig.

Bei der für dich zuständigen IHK bekommst du verschiedene Formulare, die du im Laufe deiner Ausbildung benötigen könntest. Dazu gehören etwa diverse Anmeldungen, zum Beispiel für deine Abschlussprüfung oder Anträge zu Fortbildungen und Umschulungen. Jede Handelskammer hat extra Ansprechpartner für dich, die dir weiterhelfen und die du bei Fragen kontaktieren kannst. Auf www.ihk.de findest du die IHK aus deiner Region.

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