WirtschaftsWerkstatt
Warum Betrugsprävention im Internet so wichtig ist – und die SCHUFA dabei hilft
Betrug im Internet ist eine ständige Bedrohung. Jeder fünfte deutsche Verbraucher:in wurde schon mal Opfer von Online-Betrug oder Identitätsdiebstahl. Das ergab eine SCHFUA-Umfrage im Oktober 2024. Betrüger:innen setzen gezielt auf manipulative Taktiken, um ihre Opfer zu täuschen und unter Druck zu setzen. Eine Methode ist es, Dringlichkeit zu erzeugen. Nachrichten mit alarmierenden Formulierungen wie „Ihr Konto wurde gesperrt. Handeln Sie sofort!“ lösen Panik aus und verleiten dazu, auf Links zu klicken oder persönliche Daten preiszugeben.
Wirksamer Schutz vor Online-Betrug beginnt daher mit gesundem Misstrauen. Ungewöhnliche Nachrichten, die Druck ausüben oder verlockend gute Angebote machen, sollten stets hinterfragt werden. Betrüger:innen setzen darauf, dass Menschen in der Hektik des Alltags unüberlegt handeln – genau das sollte man vermeiden. Ebenso wichtig sind technische Maßnahmen wie regelmäßige Software-Updates oder Nutzung von Zwei-Faktor-Authentifizierung.
SCHUFA-Beitrag für wirksamen Schutz
Auch die SCHUFA leistet einen Beitrag zum Schutz vor Online-Betrug. Die SCHUFA liefert nämlich nicht nur Informationen zur Kreditwürdigkeit von Personen, sondern nimmt auch Identitätsprüfungen vor – 110.000 mal am Tag. Sie hilft damit Unternehmen die Frage zu beantworten, ob der Kunde auch derjenige ist, der er vorgibt zu sein. Und gleichzeitig reduziert sie das Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher, dass Betrüger mit gestohlenen Identitäten Einkaufen gehen oder Kredite aufnehmen.
Darüber hinaus gibt es viele weitere Services zur Betrugsprävention: Wer bereits einmal Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden ist, kann sich kostenlos bei der SCHUFA melden, um weitere Betrugsversuche zu vermeiden. Wer herausfinden möchte, ob seine Daten bereits im Umlauf sind, kann mit dem IdentChecker überprüfen, ob persönliche Informationen missbraucht wurden. Wer wissen will, was sich hinter bestimmten Betrugsmaschen verbirgt, bekommt mit dem Fraud-ABC eine umfassende Übersicht. Und zu großen Shopping-Events wie Black Friday oder Cyber Monday schärft die SCHUFA mit den #SCHUFASchutzwochen das Bewusstsein für die Gefahren des Internetbetrugs.
Betrugsprävention als Teil der Finanzbildung
„Auf so etwas falle ich nicht rein!“, scheinen jedoch insbesondere junge Menschen zu denken. Der Cybersicherheitsmonitor des BSICybersicherheitsmonitor des BSI zeigt, dass besonders junge Menschen zwischen 16 und 22 Jahren die Gefahr nicht sehen – obwohl Online-Betrug gerade in dieser Altersgruppe zunimmt.
Die zunehmende Digitalisierung macht Onlinebetrug zu einer dauerhaften Herausforderung. Um sich wirksam davor zu schützen, sind Wissen und Aufmerksamkeit essentiell. Deshalb ist der Schutz vor Online-Betrug ein wichtiger Teil des Finanzbildungs-Engagements der SCHUFA. Mit den Bildungsinitiativen WirtschaftsWerkstatt und SCHUFAmachtSchule stellt die SCHUFA seit vielen Jahren jungen Menschen und Lehrkräften wertvolle Tipps und umfangreiches Lehrmaterial zu unterschiedlichsten Finanzthemen zur Verfügung. Eines dieser Themen ist die Betrugsprävention: Angefangen bei niedrigschwelligen Quiz-Formaten über Unterrichtsimpulse bis hin zu ausgearbeiteten Materialien für Doppelstunden.
Die Maschen von Online-Betrügern entwickeln sich ständig weiter. Doch es gibt wirksamen Schutz: Aufklärung und Wissen, Vorsicht und die richtigen Tools. Wer informiert ist, schützt nicht nur seine Daten, sondern auch seine finanzielle Zukunft. Ganz nach dem Motto der Global Money Week 2025: Think before you follow – wise money tomorrow.
Glossar
Mit über 400 Begriffen aus der Finanzwelt, ist unser Glossar eins der umfangreichsten, die es momentan gibt.